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	<title>Haïti.lu &#187; Séisme en Haïti</title>
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		<title>Nicht nur Reis verteilen</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 16:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dossiers thématiques]]></category>
		<category><![CDATA[Séisme en Haïti]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Erdbeben in Haiti erwartet die Welt schnelle Erfolge. Doch wirksame Hilfe braucht Zeit!
Minuten nachdem die Erde in Haiti bebte, erreichen die ersten Bilder den Rest der Welt. Die Hilfsmaßnahmen können sofort eingeleitet, die Flugzeuge ohne Probleme gechartert werden. Alle landen geordnet auf dem Flughafen von Port-au-Prince, die Straßen werden flugs frei geräumt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Nach dem Erdbeben in Haiti erwartet die Welt schnelle Erfolge. Doch wirksame Hilfe braucht Ze</strong>it!</h3>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.haiti.lu/wp-content/2010/03/anstehen-fuer-essen-in-petionville.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-807" title="anstehen fuer essen in petionville"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-808" title="anstehen fuer essen in petionville" src="http://www.haiti.lu/wp-content/2010/03/anstehen-fuer-essen-in-petionville-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Minuten nachdem die Erde in Haiti bebte, erreichen die ersten Bilder den Rest der Welt. Die Hilfsmaßnahmen können sofort eingeleitet, die Flugzeuge ohne Probleme gechartert werden. Alle landen geordnet auf dem Flughafen von Port-au-Prince, die Straßen werden flugs frei geräumt und Nahrungsmittel ohne großen Koordinierungsbedarf an die bedürftigen Menschen verteilt, die gelassen und geduldig auf Nahrung und Wasser warten. Innerhalb von wenigen Tagen ist die Katastrophe unter Kontrolle.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Erwartungshaltung scheint die Welt zu haben. Dank der bewegenden Bilder aus Haiti ist tatsächlich eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst worden, wie es sie seit dem Tsunami 2004 nicht mehr gegeben hat. Nach einer Katastrophe dieser Größenordnung ist für Misereor und andere Hilfsorganisationen eine unmittelbare Berichterstattung wichtig, weil sie die Hilfsbereitschaft der Menschen in Deutschland weckt. Ohne Spenden wäre keine Hilfe möglich. Doch je größer die internationale Aufmerksamkeit, desto größer die Gefahr, dass Krisen und Katastrophen eine Eigendynamik entwickeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum ohnehin großen Zeitdruck gesellt sich innerhalb kürzester Zeit der Erfolgsdruck – und bei hohem Spendenaufkommen auch der Zwang, sehr viel Geld in kurzer Zeit wirkungsvoll in Nothilfe umzusetzen. »Bei vielen Menschen ist die Hilfe noch nicht angekommen. Wie erklären Sie sich das?«, fragt uns schon drei Tage nach dem Beben der Reporter eines Fernsehsenders. Die Öffentlichkeit will Ergebnisse sehen. Und zwar schnell, möglichst 24 Stunden nach der Katastrophe. Jede Negativmeldung von unkoordinierter Hilfe, Gewaltausbrüchen auf Haitis Straßen und Menschen, die bei einer Verteilungsaktion leer ausgegangen sind, wird ausgiebig dokumentiert und kommentiert, nach dem Motto: Es wurde schnell gespendet, warum klappt die Hilfe jetzt nicht schnell?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Erwartungshaltung, die hier aufgebaut wird, ist unrealistisch und kontraproduktiv. Eine Millionenstadt, die aussieht, als sei sie bombardiert worden, ein zerstörtes UN-Hauptquartier mit Hunderten toter UN-Mitarbeiter, eine handlungsunfähige Regierung, Tausende Verletzte – das sind die Probleme, mit denen die Hilfswerke und ihre Partner am Schauplatz einer Katastrophe zu kämpfen haben, abgesehen von zunächst nicht funktionierenden Banküberweisungen, zusammengebrochenen Telefon- und Handynetzen und ganz zu schweigen von getöteten und verletzten Mitarbeitern und Freunden vor Ort, Menschen, um die die Helfer selbst trauern.</p>
<p style="text-align: justify;">Angesichts der großen Not in den ersten Tagen nach einer Katastrophe ist es für die Hilfswerke schwer, den Drang zum blinden Aktionismus bei der Umsetzung von Projekten zurückzudrängen und dies auch noch Journalisten und Spendern verständlich zu machen. Die Realität sieht nun einmal anders aus, als blauäugige Beobachter es erwarten, und muss entsprechend erklärt werden, damit die vielen hilfsbereiten Spender in Deutschland nachvollziehen können, ob sinnvolle Nothilfe und nachhaltige Wiederaufbauhilfe geleistet werden. Sorgfältige Planung und gute Absprachen der Handelnden brauchen auch in der Nothilfe Zeit. Ein an den Bedürfnissen und Potenzialen der betroffenen Menschen ansetzender Wiederaufbau, der wirkliche Verbesserungen bringt, braucht noch viel mehr Zeit. Man denke nur an die gravierenden Fehler, die nach dem Tsunami 2004 im Indischen Ozean zu beobachten waren: Da wurden Menschen einfach Hilfsprogramme übergestülpt, ohne sie zu fragen, was nötig ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn die Bevölkerung auch Monate nach der Katastrophe Essenslieferungen bekommt, obwohl sie sich längst wieder selbst versorgen könnte, ist das nicht nur ein vergebliches Bemühen, sondern ein Skandal. Denn die kostenlosen Nahrungsmittel zerstören regionale Handelsstrukturen, entziehen den lokalen Bauern ihre Lebensgrundlage und vergrößern den Schaden damit beträchtlich. Sie verhindern Entwicklung! Wenn Geld und Helfer massiv von außen in eine Krisenregion einströmen, ist die Gefahr groß, dass nicht nur das örtliche Preissystem völlig aus den Fugen gerät, sondern – noch viel gravierender – dass auch die Selbstständigkeit und Eigeninitiative der Menschen zugeschüttet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die erste und wichtigste Nothilfe, die für Kameras oft nicht zu sehen ist, wird von den einheimischen Partnern der Hilfswerke und den Betroffenen selber geleistet. Doch häufig wird das Selbsthilfepotenzial der Bevölkerung nicht hinreichend wahrgenommen, kulturelle Vertrautheit, Sprach- und Ortskenntnisse sowie die Einbeziehung der vorhandenen Strukturen und Organisationsprozesse scheinen zu fehlen oder kaum eine Rolle zu spielen. Den Satz »Die Hilfsorganisationen XY liefern 50 Tonnen Lebensmittel in die betroffenen Gebiete« versteht jeder – und er lässt sich daher spendenwirksam kommunizieren. Viel schwieriger ist es dagegen, zu erklären, dass schon von Beginn der Katastrophe an die Selbsthilfekräfte mobilisiert werden müssen und dass die Menschen am Unglücksort nicht nur die erste Nothilfe, sondern auch den Neubeginn selbst in die Hand nehmen müssen.</p>
<p style="text-align: justify;">Erst recht kompliziert wird es, wenn man vermitteln will, dass man keine Lebensmittel oder Fertighäuser einfliegt, sondern in Zusammenarbeit mit ortskundigen Partnern den Transport von Nahrungsmitteln aus Nachbarregionen oder die Beschaffung von lokalem Baumaterial organisiert – und dass dabei deutsche Helfer nicht zwingend gebraucht werden. Diese Bilder werden aber kaum gezeigt, vielleicht auch, weil sie wenig Identifikationsmöglichkeiten bieten. Wichtiger scheint es stattdessen zu sein, den deutschen Helfer mit dem deutschen Schäferhund zu zeigen, der nach Verschütteten sucht. Damit soll nicht der bewunderungswürdige und professionelle Einsatz vieler ausländischer Kräfte infrage gestellt werden. Aber diese Art der Berichterstattung blendet systematisch aus, dass die entscheidenden Nothelfer und Lebensretter der ersten Stunden die Überlebenden selbst sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei den enormen Summen, die gespendet werden, ist die Frage nach dem Einsatz der Mittel wichtig und gerechtfertigt. Unrealistischer Zeitdruck jedoch wird weder die Katastrophenhilfe verbessern noch einen sinnvollen Wiederaufbau befördern. Zeit ist eine entscheidende Ressource der Entwicklungszusammenarbeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Entwicklungspolitische Prinzipien umsichtiger und sorgfältiger Planung von Maßnahmen, die von den Betroffenen selbst verantwortet werden, sind auch bei der Nothilfe wichtig. Sie erfüllen, wenn sie richtig verstanden werden, auch eine für die Zukunft wichtige präventive Funktion. So lässt sich eben das Ausmaß neuer Zerstörungen durch Erdbeben wesentlich reduzieren, wenn man erdbebensichere Bautechniken fördert. Und die jetzt für Haiti noch viel drängendere Beantwortung der Frage, wie Ernährungssicherung und Erosionsschutz als Grundlage nachhaltiger ländlicher Entwicklung gelingen kann, muss an die durchaus vorhandenen positiven Ergebnisse der kirchlichen Entwicklungsarbeit in diesem Land anknüpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es war schon immer schwieriger, komplexe Sachverhalte in den Medien darzustellen als tatsächlich oder nur scheinbar einfache Lösungen. Die (Spenden-)Kommunikation ist eine ebenso große Herausforderung wie der Kampf gegen Not und Armut selbst. Alle Seiten – Hilfsorganisationen, Medien wie auch die Spender – sollten sich daher gemeinsam verantwortlich dafür fühlen, dass eine seriöse Berichterstattung über entwicklungspolitische Zusammenhänge wie über Katastrophen wirklich nur einem Zweck dient: der nachhaltigen Hilfe für und durch die Betroffenen selbst.</p>
<p>source: <a  href="http://www.zeit.de/2010/08/P-op-ed?page=1" target="_blank">diezeit.de</a></p>
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		<title>Das Leiden nach dem Beben</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 16:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Séisme en Haïti]]></category>

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		<description><![CDATA[Verschüttete eines Erdbebens haben ganz typische Verletzungen. Ein Gespräch mit einem deutschen Chirurgen, der in Haiti Opfer operierte.

Schlimmste Quetschverletzungen führten bei den Überlebenden des Erdbebens auf Haiti zu zahlreichen Amputationen. Auch der 21-Jährige Junol Morancy verlor seinen rechten Unterschenkel.






DIE ZEIT: Am Wochenende hat ein Erdbeben in Chile viele Opfer gefordert. Sie haben gerade drei Wochen lang in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Verschüttete eines Erdbebens haben ganz typische Verletzungen. Ein Gespräch mit einem deutschen Chirurgen, der in Haiti Opfer operierte.</h4>
<p><a  href="http://www.haiti.lu/wp-content/2010/03/haiti-erdbebenopfer-amputation-540x304.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-802" title="haiti-erdbebenopfer-amputation-540x304"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-803" title="haiti-erdbebenopfer-amputation-540x304" src="http://www.haiti.lu/wp-content/2010/03/haiti-erdbebenopfer-amputation-540x304-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Schlimmste Quetschverletzungen führten bei den Überlebenden des Erdbebens auf Haiti zu zahlreichen Amputationen. Auch der 21-Jährige Junol Morancy verlor seinen rechten Unterschenkel.</p>
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<div><span style="color: #666666; font-size: small;"><br />
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<p style="text-align: justify;"><strong>DIE ZEIT: </strong><a  href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-02/chile-erdbeben-tsunami-pazifik" target="_blank">Am Wochenende hat ein Erdbeben in Chile viele Opfer gefordert</a>. Sie haben gerade drei Wochen lang <a  href="http://www.zeit.de/themen/gesellschaft/erdbeben-haiti-2010/index" target="_blank">in Haiti geholfen</a>. Was bedeutet Chirurgie in so einem Katastrophengebiet?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Matthias Richter-Turtur:</strong> Diese beiden Länder kann man nicht vergleichen. In Haiti sind sehr viele Menschen umgekommen, wegen der leichten Bauweise der Gebäude haben aber auch sehr viele Menschen schwer verletzt überlebt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT:</strong> Welche Verletzungen haben solche Opfer?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richter-Turtur: </strong>In Haiti gab es vor allem schlimmste Quetschverletzungen. Daher mussten leider oft Amputationen durchgeführt werden, weil die schwer zerstörten Gliedmaßen nicht mehr zu retten waren. Häufig hatten wir Nekrosen zu behandeln, genauer: abgestorbene Bereiche der Weichteile. Die entstehen durch Quetschungen, die lange verschüttete Menschen erleiden. Diese Verletzungen werden den Opfern dort noch lange zu schaffen machen, denn sie wachsen nicht von selbst zu. Die Wunden müssen durch plastische Operationen versorgt werden. Die begehrtesten ärztlichen Instrumente waren in Haiti sogenannte Dermatome, damit kann man gesunde Haut für eine Transplantation entfernen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT:</strong> Dann waren Knochenbrüche wohl die harmloseren Verletzungen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richter-Turtur: </strong>Nicht ganz. Offene Brüche bringen die Gefahr einer Infektion mit sich, wenn die Opfer längere Zeit verschüttet waren. Besonders schlimm aber sind die Lähmungen. Durch die Quetschungen, die Verschüttete erleiden, kommt es zu einer dauerhaften Schädigung der peripheren Nerven. Das ist wie mit einem eingeschlafenen Bein, wenn man unglücklich auf der harten Kirchenbank gesessen hat. Dauert das Stunden oder gar Tage an, bleibt die Lähmung bestehen. Das führt zu schrecklichen Situationen: Wir hatten da junge Frauen – ein Arm amputiert, der andere gelähmt. Die sind für immer auf fremde Hilfe angewiesen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT:</strong> Wie viele Opfer haben Sie operiert?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richter-Turtur:</strong> Gezählt habe ich nicht, es dürften um die 120 gewesen sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT:</strong> Unter welchen Bedingungen haben Sie behandelt?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richter-Turtur: </strong>Wir hatten ein leer stehendes Kinderkrankenhaus zur Verfügung. Dort gab es einen kleinen OP-Raum mit einem heruntergekommenen Operationstisch und einem defekten Narkosegerät. Da ist operative Tätigkeit nur eingeschränkt möglich. Bei differenzierten Eingriffen wäre die Infektionsgefahr viel zu groß.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT:</strong> Betäubungsmittel und Instrumente hatten Sie mitgebracht?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richter-Turtur: </strong>Natürlich. Auch sonst gibt es einfache Mittel, um zu helfen. Die Knochenbrüche wurden durchweg mit einem Stangen-Schrauben-System behandelt. Damit werden die Knochenteile extern fixiert, und man muss den Knochen nicht freilegen. Allerdings wird daher in Kürze eine Welle von Patienten auf die Kliniken zukommen, bei denen die Fixateure wieder entfernt werden müssen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT:</strong> Worauf muss ein Arzt bei Operationen in Katastrophengebieten besonders achten?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richter-Turtur: </strong>In Haiti, wie auch in vielen anderen Entwicklungsländern, ist immer zu bedenken, dass es sich um HIV-infizierte Patienten handeln könnte. Ich arbeite daher mit doppelten Handschuhen. Man muss sich flexibel auf sehr schwierige Arbeitsverhältnisse einstellen: keine OP-Schwester, die einem die Instrumente reicht, keine perfekte Anästhesie, alles wird improvisiert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT:</strong> Wie entscheiden Sie in so einer Situation, wen Sie zuerst behandeln?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richter-Turtur: </strong>Was schnell erledigt werden kann, wird zuerst gemacht, die komplizierteren Fälle danach. Man muss aber wissen: Die Patienten, die es unter diesen Bedingungen geschafft haben, bis in das Krankenhaus zu kommen, haben die Akutphase der Katastrophe schon überlebt und kamen nicht mit einer vitalen Bedrohung. Die Triage, wie sie bei uns bei einem Großschadensereignis notwendig ist – die Einteilung in hoffnungslose Fälle, in dringliche und solche, die warten können–, war in dieser Form nicht nötig.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ZEIT:</strong> Wäre manche Amputation unter hiesigen Bedingungen zu vermeiden gewesen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richter-Turtur: </strong>Sicherlich hätte man in Deutschland bei wenigen Fällen bessere Voraussetzungen gehabt, um zu retten, was vielleicht zu retten ist. Aber in der Regel waren die Amputationen unvermeidbar – einfach durch die Art der Verletzungen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.isarkliniken.de/cms/de/aerzte/alphabetische-uebersicht/prof-drmed-matthias-richter-turtur" target="_blank"><em>Matthias Richter-Turtur ist Professor und Facharzt</em></a><em> für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie am Isar Medizin Zentrum in München.</em><a  href="http://www.isarkliniken.de/cms/de/node/324" target="_blank"><em>Nach dem Beben in Haiti hat er am Ort Opfer versorgt und behandelt</em></a><em>.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Das Gespräch führte <strong>Ulrich Bahnsen</strong></em></p>
<p>source: <a  href="http://www.zeit.de/2010/10/M-Haiti" target="_blank">diezeit.de</a></p>
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		<title>Stimmen aus den Lagern Haitis / Three in a Million: Voices from a Haitian Camp</title>
		<link>http://www.haiti.lu/2010/03/stimmen-aus-den-lagern-haitis/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 15:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dossiers thématiques]]></category>
		<category><![CDATA[Séisme en Haïti]]></category>

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		<description><![CDATA[von Bill Quigley
übersetzt von Andrea Noll
Laut UNO leben derzeit 1,2 Millionen Menschen in &#8220;spontanen Siedlungen&#8221; beziehungsweise Obdachlosen-Lagern rund um Port-au-Prince. Der Autor sprach mit Drei von ihnen &#8211; bevor der Starkregen einsetzte.
JEAN DORA, 71 Jahre
Mein Name ist Jean Dora. Ich wurde 1939 geboren. Ich wohne auf einem Platz vor der Kirche St. Pierre in Petionville [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><a  href="http://www.haiti.lu/wp-content/2010/03/lager-haiti.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-788" title="Haiti Earthquake"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-792" title="Haiti Earthquake" src="http://www.haiti.lu/wp-content/2010/03/lager-haiti-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>von Bill Quigley</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>übersetzt von Andrea Noll</em></p>
<p style="text-align: justify;">Laut UNO leben derzeit 1,2 Millionen Menschen in &#8220;spontanen Siedlungen&#8221; beziehungsweise Obdachlosen-Lagern rund um Port-au-Prince. Der Autor sprach mit Drei von ihnen &#8211; bevor der Starkregen einsetzte.</p>
<h2 style="text-align: justify;">JEAN DORA, 71 Jahre</h2>
<p style="text-align: justify;">Mein Name ist Jean Dora. Ich wurde 1939 geboren. Ich wohne auf einem Platz vor der Kirche St. Pierre in Petionville (vor den Toren von Port-au-Prince). Ich lebe hier gemeinsam mit zwölf Angehörigen. Wir alle haben unser Heim verloren.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir besitzen eine Plane aus grünem Plastik, um uns vor der Sonne zu schützen. Wir haben unseren Raum durch einige Betttücher rundum abgegrenzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine kleinen Enkel leben hier bei mir. Auch mein Sohn und meine Töchter leben bei mir.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Tochter wird bald ein Kind gebären. Wenn die Zeit für das Baby gekommen ist, wird sie in das Rot-Kreuz-Zelt gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe 36 Jahre lang in der Chinesischen Botschaft gearbeitet. Ich machte deren Büros sauber. 2007 ging ich in Rente. Bis zu diesem Erdbeben lebte ich mit meiner Familie in einem Apartment. Das Gebäude wurde zerstört.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachts legen wir einen Teppich auf die Erde. Wir legen Decken darauf und versuchen zu schlafen. Wenn es regnet, dringt Wasser ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir holen uns Flaschen, die wir mit Wasser füllen, aber wir haben sehr wenig zu essen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt in diesem Park keine Toiletten. Wir müssen hinter die Kirche gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Sohn hat gearbeitet und uns versorgt. Er ist ein guter Koch. Er arbeitete in einem Restaurant des Hotel Montana. Das Restaurant wurde zerstört. Er hat seinen Arbeitsplatz verloren. Es gibt keine Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify;">In all meinen Jahren habe ich so etwas noch nicht gesehen. Ich kann nicht wirklich sagen, was als Nächstes geschehen wird. Ich denke, die Dinge werden sich nicht ändern. Ich hoffe, dass es besser wird, aber ich glaube es nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Sohn hat keinen Job mehr und kann unsere Familie nicht unterstützen. Wenn mein Sohn Arbeit bekommt, können wir alle aufstehen. Wenn er nicht arbeitet, liegen wir darnieder.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Zukunft ist ungewiss. Es sieht düster aus für uns.</p>
<h2 style="text-align: justify;">NADEGE DORA, 28 Jahre</h2>
<p style="text-align: justify;">Mein Name ist Nadege Dora. Ich bin 28 Jahre alt. Ich habe drei Jungen und ein Mädchen. In diesem Monat soll mein Baby kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich lebe mit dem Rest meiner Familie auf diesem Platz hier in Petionville. Unser Haus wurde zerstört. Früher habe ich auf der Straße Brot verkauft, um etwas Geld zu verdienen. Der Vater meiner Kinder unterstützt uns nicht. Es ist, als existierten wir für ihn nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir versuchen einfach nur zu überleben. Keiner in der Familie hat Arbeit. Es gibt keine Arbeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn du eine (Lebensmittel-)Karte kriegst, kannst du dir einen Sack Reis abholen. Aber ich bin eine schwangere Frau, ich kann nicht mit der Menge um eine Karte kämpfen. Ich habe es versucht, aber die Leute haben mich eingequetscht, und ich hatte Angst, niedergeschlagen und zerquetscht zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Nichte hat einer Frau geholfen, Reis aus Delmas (einem anderen Stadtviertel von Port-au-Prince) zu holen. Sie hat den Reis mit uns geteilt. Wir haben bis noch ein wenig davon, aber wir haben kein Öl, kein Fleisch, keine Milch &#8211; nichts als Reis. Wir haben kein Geld, um andere Zutaten zu kaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit dem Erdbeben hatte ich noch nie eine vollwertige Mahlzeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn mein Baby kommt, werde ich zum Roten Kreuz gehen und es gebären. Ich war dort, um zu einem Doktor zu gehen. Sie gaben mir ein paar Pillen. Die Pillen machten mich krank.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Bürgermeister war hier und fragte die Leute, ob sie Verwandte auf dem Land hätten. Man würde uns helfen, dorthin zu kommen. Aber wir wollen nicht aufs Land. Wir kennen dort keinen. Wir brauchen ein besseres Leben &#8211; besser als das hier.</p>
<h2 style="text-align: justify;">GARRY PHILIPPE, 47 Jahre</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich heiße Garry Philippe und bin 47 Jahre alt. Ich lebe neben dem Eingang zum Flughafen. Ich habe mir ein eigenes Zelt gebaut. Ich band ein Tuch an einen Baum und steckte Stecken in die Erde, um weitere Tücher befestigen zu können.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich lebe hier mit meinen fünf Kindern. Meine Frau wurde bei dem Vorfall (Erdbeben) in unserem Haus getötet. Das Haus gehörte mir. Ich habe über vier Jahre daran gebaut &#8211; Schritt für Schritt, wie ich eben Geld hatte. Ich war im Freien, als es passierte. Meine Mädchen standen an der vorderen Haustür. Sie rannten heraus. Meine Frau rannte zurück, um den Jungs zu helfen und starb.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gab keine Beerdigungsfeier für meine Frau, weil wir kein Geld für eine Beerdigung hatten. Ich habe sie selbst beerdigt &#8211; auf einem Friedhof (nahe dem Armenviertel) Cite Soleil.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Kinder können nicht begreifen, dass ihre Mutter einfach weg sein soll. Sie denken immer an sie.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben keine Betten. Wenn es Zeit zum schlafen ist, legen wir unsere Taschen auf die Erde. Wir legen unsere Decken auf die Taschen und schlafen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir waschen uns mit Wasser, das wir zuvor in eine Flasche gefüllt haben. Wir stellen uns in einen Topf und schütten das Wasser über uns.</p>
<p style="text-align: justify;">Als es einmal regnete, gingen wir an einen Ort, wo ein Plastikzelt stand. Wir blieben dort, bis der Regen wieder aufhörte. Mehr als 20 Menschen befanden sich in dem Zelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Früher arbeitete ich als Mechaniker in einer Autowerkstatt. Aber mein Arbeitsplatz ist zerstört. Seit dem Erdbeben gibt es keine Arbeit mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben gehört, dass es in anderen Lagern Reissäcke geben soll. In unserem Lager gibt es nichts. Ich bitte Freunde um Nahrung. Manchmal gibt uns jemand etwas zu essen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben keine Toiletten hier im Lager. Wenn wir aufs Klo müssen, nehmen wir eine Tasche. Wir bringen die Tasche an den Rand des Lagers. Er ist circa eine Minute zu Fuß entfernt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir sehen, wie die Laster in den Flughafen hinein fahren und wieder heraus. Es sind viele Laster, aber sie halten nicht für uns.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier ist es nicht sicher. Doch was kann ich tun? Ich akzeptiere es. Es ist Gottes Werk. Im Lager beten wir gemeinsam.</p>
<p style="text-align: justify;">Niemand ist bislang zu uns gekommen, um uns zu sagen, was geschieht. Wir wissen nicht, wo es Zelte oder Planen gibt. Es gibt keine Schule für die Kinder.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann Ihnen nicht genau sagen, was als Nächstes passieren wird. Ich bin nicht Jesus. Ich denke, es wird für uns noch schlimmer kommen in den Lagern. Wir brauchen Zelte und Nahrungsmittel. Wir brauchen Wasser und eine Schule und Arbeit. Wir brauchen Hilfe, um einen Platz zu finden, an dem wir bleiben können. Bald wird der Regen kommen. Das Wasser wird kommen, und die Babys werden sterben.</p>
<p style="text-align: justify;">Bill Quigley (quigley77@gmail.com) ist der Leiter der Rechtsabteilung des amerikanischen &#8216;Center for Constitutional Rights&#8217; und ein langjähriger Menschenrechtsanwalt. Dieser Artikel entstand mit Hilfe von Vladimir Laguerre in Port-au-Prince.</p>
<p style="text-align: justify;">source: <a  href="http://zmag.de/artikel/stimmen-aus-den-lagern-haitis" target="_blank">znet</a></p>
<p style="text-align: justify;">Bildquelle: <a  href="http://www.epochtimes.de/pics/2010/01/25/xxl/2010-01-25-xxl--20100122220236_Haiti_Earthquake_HTGH104_new.jpg" target="_blank">www.epochtimes.de</a></p>
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		<title>Helfer orientieren sich an Hilferufen per SMS</title>
		<link>http://www.haiti.lu/2010/03/helfer-orientieren-sich-an-hilferufen-per-sms/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 14:47:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dani</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Koordination der Hilfsmaßnahmen als große Aufgabe &#8211; Online-Beobachtung gehört bereits fix dazu
Die Helfer in Haiti sind bei ihrer Arbeit mit vielen Problemen konfrontiert; eines der größten ist, herauszufinden, wo gerade welche Hilfe benötigt wird. Um die Maßnahmen effektiver koordinieren zu können, greifen sie nun auf SMS und Social Networks zurück. Durch die Auswertung der Hilferufe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Koordination der Hilfsmaßnahmen als große Aufgabe &#8211; Online-Beobachtung gehört bereits fix dazu</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Helfer in Haiti sind bei ihrer Arbeit mit vielen Problemen konfrontiert; eines der größten ist, herauszufinden, wo gerade welche Hilfe benötigt wird. Um die Maßnahmen effektiver koordinieren zu können, greifen sie nun auf SMS und Social Networks zurück. Durch die Auswertung der Hilferufe, die über diese Netzwerke abgesetzt werden, wird festgestellt, wo dringender Handlungsbedarf besteht, berichtet die <a  href="http://www.nytimes.com/" target="_blank">New York Times</a>. Die neu eingerichtete Notfallnummer hat sich bereits bewährt: Hilferufe nach Wasser und Nahrung haben die Hilfskräfte auf eine Zeltstadt aufmerksam gemacht, von der bislang keine der Organisationen gewusst hatte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tausende Hilferufe</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das neue Koordinationssystem wurde in Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen, Behörden und Netzbetreibern entwickelt. Um die Notfallnummer 4636 bekannt zu machen wurde sie an alle Telefone in Haiti geschickt und im Radio durchgegeben. Tausende Hilferufe sind bereits eingegangen, jeden Tag kommen viele neue dazu. Neben den Textnachrichten beobachten die Mitarbeiter von Hilfsorganisationen außerdem Facebook und Twitter, um herauszufinden, wo am dringendsten Hilfe benötigt wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Militär</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gehen Hilferufe ein, werden die Informationen unter anderem sofort an das Militär weitergeleitet &#8211; so soll möglichst schnelle Hilfe gewährleistet werden. Die Entscheidung, den SMS-Dienst für die Katastrophenhilfe zu nutzen, wurde aufgrund des stark beschädigten Telefonnetzes in Haiti getroffen. Normale Telefonanrufe sind oft immer noch nicht möglich, Textnachrichten konnten jedoch weiterhin verschickt werden und werden von den Bewohnern genutzt, um Kontakt zu Freunden und Verwandten herzustellen. Zudem sei der SMS-Dienst in sämtlichen Handys integriert und könne so viele Menschen erreichen. (pte)</p>
<p style="text-align: justify;">source: <a  href="http://derstandard.at/1266541138536/Haiti-Helfer-orientieren-sich-an-Hilferufen-per-SMS" target="_blank">derstandard.at</a></p>
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		<title>Haitians in U.S. Double Up to Take In Their Own</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 14:45:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dani</dc:creator>
				<category><![CDATA[Séisme en Haïti]]></category>

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		<description><![CDATA[Carmelle Lajoie shared her house in Queens with her husband, their four children, her brother and her mother. That was before she took in her 11-year-old niece, an American citizen who was airlifted from Haiti after the earthquake in January.
Now she is urging her siblings there to send their other young children — five of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a  href="http://www.haiti.lu/wp-content/2010/03/06nychaiti01_span-articleLarge.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-761" title="06nychaiti01_span-articleLarge"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-762" title="06nychaiti01_span-articleLarge" src="http://www.haiti.lu/wp-content/2010/03/06nychaiti01_span-articleLarge-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Carmelle Lajoie shared her house in Queens with her husband, their four children, her brother and her mother. That was before she took in her 11-year-old niece, an American citizen who was airlifted from Haiti after the earthquake in January.</p>
<p style="text-align: justify;">Now she is urging her siblings there to send their other young children — five of them — if and when they get visas.A few blocks south, Olivia Benoit, a medical technician who recently lost her job, has taken in her pregnant niece — who narrowly escaped from a collapsing building in Port-au-Prince — and two grandnephews. The boys are captivated by snow. But they keep thinking that the stairs are shaking, that the earth will heave again.</p>
<div style="text-align: justify;">
<p>The Lajoie house is full of contrasting moods. Mrs. Lajoie, 53, a registered nurse, obsesses about the earthquake; her niece Laetitia Leonidas tires of describing it to <a  title="Times article on the aftershocks felt at the school." href="http://www.nytimes.com/2010/01/23/nyregion/23nychaiti.html">curious new classmates</a> at SS. Joachim &amp; Anne. Playing “Assassin’s Creed II” with her cousins, Laetitia speaks in bright, short sentences: Does she want to go home? “I think I’ll stay here.” Will Haiti recover? “Maybe.”</p>
<p>Mrs. Lajoie and her husband, who was a doctor in Haiti but works as a nurse here, told relatives in Haiti not to worry about money: Send the children and they would take care of the rest. That means Catholic school and college. Mrs. Lajoie is determined to treat them the same as her children.</p>
<p>She expects something in return, and she has a new threat to enforce it. “If you aren’t first in your class,” she tells Laetitia, “I’m going to send you to Haiti.”</p>
<p>In neighboring Laurelton, at Ms. Benoit’s house, Ms. Erlusse’s son, Max Oliver, 6, danced hyperactively, throwing himself to the tile floor to show how the quake had knocked him down. He said he did not like New York much because of the cold — and the static cling.</p>
<p>Before they arrived, Ms. Benoit had been struggling to support her sister and brother-in-law, recent immigrants. Two more relatives, including Max’s father, arrived on Friday. Ms. Benoit has canceled her cellphone to save money. Neighbors donate food and clothing. Her parish school, <a  title="The school’s Web site." href="http://www.ssjaschool.org/home">SS. Joachim &amp; Anne</a>, took the boys at reduced tuition.</p>
<p>Ms. Erlusse hopes schools in Haiti will open by September. “But,” she said, “I know that it’s just me dreaming.”</p>
<p>Jacques and Alice Ambroise had a precarious balance before the earthquake: She lived in Cambria Heights, working at a nursing home; he and their sons, Clifford, 7, and Emanuel, 9, lived in Haiti, where he taught school. Now, they cram into her small apartment. With her shifts cut because of the <a  title="More articles about the recession." href="http://topics.nytimes.com/top/reference/timestopics/subjects/r/recession_and_depression/index.html?inline=nyt-classifier">recession</a>, she is not sure how to feed them. Mr. Ambroise could barely talk about the earthquake, which crumbled his school before his eyes, killing many students.</p>
<p>These families are alive, and their reunions are joyous. But they show up without plans, with few possessions and fewer winter coats. Many lack permission to work.</p>
<p>“This earthquake, in less than one minute, it just shakes down our whole life,” said Madeline Erlusse, Ms. Benoit’s niece. Ms. Erlusse’s visa expires in July, a month before her baby is due.</p>
<p>Those who make it here are the privileged ones: They had families established here. They had visas or passports or green cards. If they were not American citizens entitled to airlifts, they had enough cash to get to the Dominican Republic and onto a plane. Still, they bear the marks of trauma — a hopeless shrug when asked about the future, a forced cheeriness.</p>
<div><span style="color: #000000; font-size: medium;"><br />
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</div>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000; font-size: medium;"><span style="font-size: 13px;">read more:<a  href="http://www.nytimes.com/2010/03/06/nyregion/06nychaiti.html?hp" target="_blank">newyork times</a></span></span></p>
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